Bewerbungsstart für den Deutschen Verlagspreis 2020 - Grütters: „Bund unterstützt Buchvielfalt jenseits der Bestsellerlisten“

Mit deutlich aufgestockten Preisgeldern geht der Deutsche Verlagspreis 2020 in die zweite Runde: Ab heute können sich Verlage aller Sparten für die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters initiierte Auszeichnung bewerben. Die Gewinner erwartet in diesem Jahr jeweils ein Preisgeld in Höhe von mindestens 20.000 Euro. Die Preisverleihung wird am 25. Mai in München stattfinden.

Dazu erklärte die Staatsministerin: „Mit dem Deutschen Verlagspreis würdigt der Bund das große Engagement der kleinen und unabhängigen Verlage für die einzigartige Vielfalt unserer Buchlandschaft.“ Sie seien es, die nach literarischen Schätzen jenseits der Bestsellerlisten stöbern und diese Fundstücke oftmals mit viel Mut zum unternehmerischen Risiko veröffentlichen. „So halten die kleinen Verlage eines der ältesten Kulturgüter in Ehren, das im Zuge des Online-Handels großen Herausforderungen gegenübersteht. Das verdient unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung. Deshalb haben wir den Etat für die Verlagsförderung nach dem schönen Erfolg bei der ersten Verleihung des Deutschen Verlagspreises mit Hilfe des Deutschen Bundestages von 1,5 auf zwei Millionen Euro kräftig erhöht“, gab Grütters bekannt. Zudem seien auch die Teilnahmebedingungen so überarbeitet worden, dass sich noch mehr Verlage für den Preis bewerben könnten.

Der Deutsche Verlagspreis wird insbesondere an kleine und unabhängige Verlage verliehen, die sich durch ein außergewöhnliches Programm oder regelmäßige kulturelle Initiativen, durch innovative Projekte oder die besondere Qualität ihrer verlegerischen Arbeit auszeichnen. Bis zu 60 Verlage erhalten das mit 20.000 Euro dotierte Gütesiegel. Drei besonders herausragende Verlage erhalten als Spitzenpreise Gütesiegel und Prämien in Höhe von jeweils 60.000 Euro. Bis zu drei große Verlage, deren Jahresumsatz drei Millionen Euro übersteigt, werden mit einem undotierten Gütesiegel geehrt.

Ausgewählt werden die Sieger von einer unabhängigen Jury unter Vorsitz der Literaturkritikerin Insa Wilke. Weitere Jurymitglieder sind:
Patricia Klobusiczky (stellvertretende Vorsitzende), Literaturübersetzerin
Hans-Heinrich Ruta, freier Hersteller und emeritierter Professor für Typografie, Gestaltung und Verlagsherstellung an der Hochschule der Medien Stuttgart
Hannes Hintermeier, Redakteur Feuilleton bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Lars Birken-Bertsch, Verantwortlicher für Business Development bei der Frankfurter Buchmesse
Florian Valerius, Buchhändler und Bookstagrammer
Professor Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg

Bewerbungen sind ab sofort bis zum 14. Februar 2020 über die Website www.deutscher-verlagspreis.de möglich.

 

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