Grußwort

Der ehemalige Verlagschef Siegfried Unseld hat einmal gesagt: „Selbst wenn der Verleger von seinem Temperament her mehr zum ‚Ja‘-Sagen als zum ‚Nein‘-Sagen tendiert, muss er bei seinen Entscheidungen immer öfter ‚Nein‘ als ‚Ja‘ sagen“. Dieses Problem ist sicherlich jeder Verlegerin und jedem Verleger zur Genüge bekannt. Es gilt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Was begeistert die Leserinnen und Leser und birgt künstlerisches Entwicklungspotenzial? Was passt zur eigenen Programmatik und sorgt auch für mediale Aufmerksamkeit?

Verlage bleiben ihren Autorinnen und Autoren meist über Jahrzehnte verbunden. Sie begleiten deren Schaffensprozess oft von der ersten Buchidee bis hin zu den letzten Korrekturen. Und nicht zuletzt sorgen sie dafür, dass aus dem Manuskript ein ästhetisch ansprechendes Buch wird, das auffällt und gekauft wird. Verlage sind Mittler zwischen Autor und Leser. Ohne sie wäre unser vielfältiger und attraktiver Buchmarkt undenkbar.

Gerade unabhängige Verlage engagieren sich dafür, dass auch Bücher zu Themen abseits des Mainstreams verlegt werden. Sie garantieren eine vielfältige Bücherlandschaft, stoßen Diskussionen an und ermöglichen es den Leserinnen und Lesern, auch Neues und Unerwartetes zu entdecken. Mit dem Deutschen Verlagspreis möchte ich dieses für unsere demokratische Gesellschaft so wichtige Engagement würdigen. Ich hoffe auf viele Bewerbungen und wünsche auch und gerade den kleinen und unabhängigen Verlagen weiterhin viel Erfolg!

Unterschrift Prof. Monika Grütters MdB Staatsministerin für Kultur und Medien

Prof. Monika Grütters MdB
Staatsministerin für Kultur und Medien

Portraitfoto von Monika Grütters (Foto: Elke Jung-Wolff)

Prof. Monika Grütters MdB
Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin
(Foto: Elke Jung-Wolff)

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